Weihnachtsgeschichte Der altmodische Dorfweihnachtsmann

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Der altmodische Dorfweihnachtsmann
© Eva Markert

Adventskalender zum Lesen und Vorlesen „Kaum zu glauben, wie schnell ein Jahr vergeht“, murmelte der Weltweihnachtsmann und strich sich über den langen weißen Bart, den er von Berufs wegen tragen musste. Dann schickte er eine SMS an die leitenden Weihnachtsmänner aller Länder, um ihnen mitzuteilen, was sie ohnehin schon wussten: „Es ist wieder so weit.“

Kurz danach erhielten die Dorf-, Stadt- und Großstadtweihnachtsmänner per E-Mail ihre Einsatzpläne. Sie nahmen Kontakt zu Eltern auf, ließen sich Wunschzettel mailen oder zufaxen, bestellten Geschenke über das Internet und ließen sie direkt an die richtigen Empfänger ausliefern.

In Winkelshausen gab es jedoch einen alten Dorfweihnachtsmann, der immer den Kopf schüttelte über seine Kollegen, die ohne Handy, Computer, Internet und Faxgerät nicht mehr auskommen konnten. Zwar war auch sein Büro mit einem Rechner ausgestattet, doch benutzte er ihn nie. „Ich brauche dieses neumodische Zeug nicht“, behauptete er. „Seit Jahrzehnten verteile ich meine Geschenke ohne Computer, und das werde ich auch weiterhin tun, bis ich in den Ruhestand gehe.“

Dem altmodischen Dorfweihnachtsmann machte seine Arbeit große Freude. Zuerst sammelte er persönlich die Wunschzettel der Kinder ein. Nachdem er alle Wünsche gewissenhaft notiert und in Karteikästen eingeordnet hatte, schrieb er auf seiner alten Schreibmaschine lange Bestelllisten. Die schickte er an verschiedene kleine Werkstätten, mit denen er seit vielen Jahren zusammenarbeitete. Nach und nach wurden die Geschenke geliefert und der Dorfweihnachtsmann verpackte sie eigenhändig in Weihnachtspapier und steckte die Päckchen nach Straßen sortiert in Säcke.

Winkelshausen war nur ein winziger Ort. Dennoch hatte der Dorfweihnachtsmann eine ganze Menge Arbeit. Am Tag vor Heiligabend war er immer noch damit beschäftigt, Geschenke einzuwickeln, Listen zu vervollständigen, Namen abzuhaken, Säcke zu füllen und auf seinen Schlitten zu laden. Erst kurz vor Mitternacht wurde er fertig.

Eilig machte er sich auf den Weg. Fast geräuschlos glitt sein Schlitten durch die verschneiten Straßen. Nirgendwo brannte noch Licht. Der Weihnachtsmann schlich sich in die Häuser auf der Fuchsgasse und im Hasenwinkel und legte Geschenke unter die Weihnachtsbäume und auf die Gabentische. Als Nächstes klapperte er den Reh- und den Hirschweg ab. Als er am Ende des Feldkothen ankam, tat ihm der Rücken weh. Aber auf seiner Liste standen noch die Wiesen- und die Waldstraße sowie der Marktplatz.

Seufzend griff er nach dem nächsten Sack – und bekam einen Riesenschreck. Zu drei Straßen musste er noch hin, aber auf seinem Schlitten lagen nur zwei Säcke! Da stimmte was nicht!

Trotz der Kälte standen dem alten Dorfweihnachtsmann sofort Schweißperlen auf der Stirn. Mit zitternden Händen öffnete er einen der beiden Säcke und fand darin die Geschenke für die Fuchsgasse und den Hasenwinkel. Dort war er doch zuallererst gewesen!

Während er noch darüber nachdachte, fiel ihm ein, dass auf dem Marktplatz gar keine Kinder wohnten. Verzweifelt stützte der Dorfweihnachtsmann den Kopf in die Hände, denn nun hatte er plötzlich einen Sack zu viel.



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