Weihnachtsgeschichte Eine verrückte Geschichte

Weihnachten – Advent – Weihnachtsgeschichte – Adventsgeschichte – Eva Markert: Eine verrückte Geschichte

Eine verrückte Geschichte
© Eva Markert

Adventskalender zum Lesen und Vorlesen In der Nacht vor dem Heiligen Abend träumte Nils gerade von viel Schnee und einem riesigen Schlitten, als er am Fenster leises Klopfen hörte. „Das gehört zu meinem Traum“, dachte er und drehte sich auf die andere Seite.
Doch das Pochen hörte nicht auf. Schließlich warf Nils die Decke zurück und ging zum Fenster. Es war nicht vollständig dunkel, denn vor dem Haus stand eine Laterne. Außerdem schneite es heftig und der Schnee verbreitete eine eigenartige Helligkeit.
Auf dem Fensterbrett hockte ein Junge mit nackten Füßen, der nichts weiter anhatte als ein weißes Hemd.
Nils erschrak. Es war doch viel zu kalt, um ohne Mütze, Schal und Mantel und vor allem barfuß draußen zu sein! Und wie war der Junge zum fünften Stock hinaufgekommen?
Da sah Nils zwei weiß gefiederte Flügel, die schlaff herunterhingen.
Schnell öffnete er das Fenster. Mit einem Schwall eisiger Luft kam der Junge herein und landete direkt vor ihm auf dem Teppich. „Kalt!“, sagte er und klopfte sich die Schneeflocken ab.
„Wer bist du?“, fragte Nils. „Woher kommst du? Was willst du? Und warum hast du auf meinem Fensterbrett gesessen?“
„Langsam, langsam“, antwortete der Junge. „Also: Ich bin Sammael, vom Himmel hoch, da komm ich her, ich will nichts und ich saß auf deinem Fensterbrett, weil ich mich verirrt habe.“
Nils starrte ihn an. „Willst du etwa behaupten, du bist ein Engel?“
Sammael stellte sich auf die Zehenspitzen, stieß sich ab und flog zwei Runden durchs Zimmer. „Was sagst du nun? Oder glaubst du, ich wäre ein Vogel?“
„Nein, nein“, stammelte Nils.
Der Engel ließ sich im Schneidersitz auf dem Boden nieder. „Was soll ich jetzt bloß machen?“ Er schniefte und wischte sich die Nase am Ärmel ab. „Heute durfte ich zum ersten Mal auf dem großen Schlitten mitfahren. Zusammen mit dem Christkind und anderen Weihnachtsengeln habe ich Geschenke in die Häuser getragen. Plötzlich fing es an zu schneien. Das war herrlich! Ich bin hochgeflogen bis hinauf zu den Schneewolken und habe mit den Flocken getanzt. Auf einmal war der Schlitten fort.“ Er schniefte wieder.
„Flieg doch einfach zurück zum Himmel!“
„Allein finde ich die Himmelspforte nicht.“
„Oder dreh eine Runde über der Stadt. Vielleicht entdeckst du Schlittenspuren.“
„Die Spuren sind doch im Nu zugeschneit! Außerdem habe ich schon so lange gesucht. Ich kann nicht mehr.“ Sammael legte sich platt auf den Boden und starrte zur Decke.
Da hatte Nils eine Idee. „Ich bin gleich wieder da!“ Auf bloßen Füßen schlich er die Treppe hinunter ins dunkle Wohnzimmer. Der Weihnachtsbaum stand in einer Ecke, aber von Geschenken war nichts zu sehen.
Eilig kehrte er zu Sammael zurück. „Unter dem Tannenbaum liegen keine Päckchen.“
„Oh! Das tut mir Leid für dich.“
„Wieso? Das ist doch ein Glück!“
„Ein Glück? Ich verstehe nur Bahnhof.“
„Sammael! Denk doch mal nach!“
Da ging dem Engel ein Licht auf. „Du meinst …“
„Genau das meine ich.“



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Weihnachten
Eva Markert
Adventskalender zum Lesen und Vorlesen

Dr. Ronald Henss Verla

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Noch ein Tipp:
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